Kohleausstieg – Berlin als Vorbild für Jamaika?

23. Oktober 2017

Jamaika nur mit Kohleausstieg

Am Freitag protestierten der BUND zusammen mit Greenpeace und Oxfam vor dem Reichstagsgebäude, um einen deutschlandweiten und verbindlichen Kohleausstieg zu fordern. Denn ohne einen baldigen Ausstieg aus dem Klimakiller Nr. 1 sind die Klimaziele von Paris unerreichbar. Kann die jüngste Entwicklung in Berlin ein Vorbild für die nationale Gesetzgebung sein?

Der BUND fordert: „Jamaika nur mit Kohleausstieg!“

Am Tag drei der Sondierungsgespräche von CDU, CSU, FDP und Grüne haben sich Greenpeace, Oxfam und der BUND im Regierungsviertel in unmittelbarer Nähe der Verhandlungen klar posititioniert: “Jamaika? Nur mit Kohleausstieg“, “Illegalize it” und “Klima schützen, Kohle stoppen“.

Nach dem ersten Verhandlungstag der vier möglichen Koalitionsparteien ist aber auch eines klar: Es ist ein langer Weg nach Jamaika. Dennoch zeigen sich die Parteien zuversichtlich, dass die Gespräche konstruktiv verlaufen werden und dass man sich in vielen Fragen einigen wird. Bereits in der kommenden Woche soll auch das Thema Klima- und Umweltschutz auf der Agenda stehen und die Gräben zwischen den Parteien sind tief.

Zwar bekennen sich alle vier Parteien klar zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens, welches im Jahr 2015 geschlossen wurde und eine Begrenzung der globalen Erderwärmung auf „deutlich unter 2°C.“ vorsieht. Der politische Wille ist jedoch nicht bei allen Parteien klar erkennbar. So fordern zwar die Grünen einen verbindlichen Kohleausstieg bis 2030 und wollen bis dahin auch eine 100%ige Versorgung Deutschlands mit Ökostrom. Die CDU dagegen bekennt sich weder klar zu noch gegen einen baldigen Ausstieg aus der Kohle und die FDP hält gar einen Verzicht auf fossile Energieträger auf absehbare Zeit für nicht möglich.

Tina Löffelsend, Energieexpertin des BUND, fordert: „Diese Koalition darf nicht ohne den Kohleausstieg besiegelt werden. Die Frage der Kohle wurde in den letzten Jahren vernachlässigt und fällt uns jetzt auf die Füße.“ Gemeint ist dabei auch, dass das 2020 Ziel der Regierung – nämlich eine Reduktion von Treibhausgasen um 40 % gegenüber 1990 – um 8 bis 10 Prozentpunkt verfehlt wird.

Eine mögliche Sofortmaßnahme könnte eine Abschaltung der Hälfte der Kohlekraftwerke in Deutschland sein. Dies wäre auf jeden Fall ein starker Akzent, mit dem Deutschland in die diesjährigen Klimaverhandlungen in Bonn eintreten könnte. Auf der 23. Klimakonferenz (kurz: COP) der globalen Staatengemeinschaft (siehe „Good Cop – Bad Cop“) wird im November erneut verhandelt, wie ein globaler Weg zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit aussehen kann.

Das Bundesland Berlin hat dafür einen Tag vorher mit dem gesetzlich verankerten Kohleaustieg den ersten Grundstein gelegt – nun müssen die zukünftigen Entscheidungsträger auf nationaler Ebene nachziehen!

Autorin: Janna (AK KLEE)

Halleluja: Nach fast 10 Jahren sagt jetzt Berlin: Kohle nur noch zum Grillen!

21. Oktober 2017
Aktion vor den Koalitionsverhandlungen von rot-rot-grün in Berlin

Aktion vor den Koalitionsverhandlungen von rot-rot-grün in Berlin

„Für Berlin muss gelten: Kohle nur noch zum Grillen“

“Für Berlin muss gelten: Kohle nur noch zum Grillen!” … mit diesen Worten wird im Abgeordnetenhaus das Energiewendegesetz beschlossen und darin der Kohleausstieg bis spätestens 2030 gesetzlich verankert! … besser hätten wir es kaum ausdrücken können. Jetzt heißt es diesem Gesetz Leben einzuhauchen und den Kohleausstieg möglichst  früh und vor allem auf Basis Erneuerbarer Energien umzusetzen!

Am Donnerstag, den 19.10.2017 beschloss die rot-rot-grüne Mehrheit im Berliner Abgeordnetenhaus den Kohleausstieg und hat ihn verbindlich im Energiewendegesetz verankert. Die Regierungsfraktionen feirten diesen Beschluss. Stefan Taschner, energiepolitischer Sprecher der Grünen nannte das Gesetz einen deutlichen Beitrag für die klimaneutrale Stadt. “Damit legen wir den Grundstein für einen verbindlichen Fahrplan zum Kohleausstieg in Berlin”. Der SPD-Umweltexperte Daniel Buchholz sagte, das Gesetz sei angesichts der Pariser Klimaziele die “verdammte Pflicht und Schuldigkeit” Berlins. Michael Efler (Linke) lobte die aus seiner Sicht ausgewogenen Regelungen zum Anschluss- und Benutzungszwang. Die passendsten Worte fand schließlich Georg Kössler, klimapolitischer Sprecher der Grünen: “Für Berlin muss gelten: Kohle nur noch zum Grillen!”

Tags darauf berichtete mit der Morgenpost (“Für Berlin muss gelten: Kohle nur noch zum Grillen”) dem Tagesspiegel (“Berliner Senat beschließt Kohleausstieg bis 2030″) und der Berliner Zeitung (“Abgeordnetenhaus: Berlin beschließt Kohleausstieg bis 2030″) die einschlägige Berliner Presse als auch überregionale Medien, wie die Münchener Abendzeitung (“Berlin beschließt Kohleausstieg bis 2030″) oder die Stuttgarter Zeitung (“Berlin ist Vorreiter in Deutschland”), über diesen ersten gesetzlichen Kohleausstiegs-Erfolg in Deutschland und verwandten Kösslers Zitat mit unseren Kampagnen-Slogan.
Klar ist damit, Berlin hat in der Debatte um den Kohleausstieg ein deutliches Zeichen gesetzt dem andere Bundesländer und der Bund möglichst bald folgen sollten!!!

Bereits im Mai lag ein erster Gesetzesentwurf vor, der einen Ausstieg aus sowohl Braun- als auch Steinkohle vorsah. Damit ist Berlin das erste Bundesland, welches einen festen Ausstiegstermin per Gesetz verankert und damit eine Vorreiterrolle innerhalb Deutschlands einnehmen könnte.

Braunkohle ist nicht nur CO2-intensiv, sondern auch in hohem Maße schädlich für die Umwelt. So verunreinigt das Sulfat aus ehemaligen Tagebauen das Trinkwasser im Süden der Stadt (für mehr Informationen: siehe Wasserkampagne des BUND). Mit der Schließung von Klingenberg als Berliner Kraftwerk für Braunkohle wurde das letzte Braunkohlewerk in Berlin schon Mitte des Jahres geschlossen.

Noch stammen über 40 % des Stroms und der gesamten Primärenergie aus den drei verbleibenden Steinkohlekraftwerken – es gibt also eine Lücke, die es zu schließen gilt. Insbesondere die Umrüstung des Fernwärmenetzes gilt dabei als Herausforderung. Um diese und andere potentielle Stolpersteine auf dem Weg zu einem klimaneutralen Berlin bis 2050 zu identifizieren, arbeiten der Senat und Energieversorger Vattenfall an einer Machbarkeitsstudie, die Anfang nächsten Jahres vorgestellt werden soll. Klar ist jedoch, dass die klimaschädliche Verbrennung von Kohle nicht einfach durch die ebenfalls klimaschädliche Verbrennung von Gas ersetzt werden darf. Zwar kann eine Substitution durch Gas den Kohlenstoffdioxidausstoß halbieren, jedoch würde eine solche Maßnahme nicht ausreichend sein, um die Klimaziele der Landesregierung zu erreichen.

Ebenso wenig ausreichend ist die Zielsetzung von 2030 als Zeitpunkt für den Kohleausstieg aus der Sicht des renommierten Öko-Instituts, einer unabhängigen Forschungseinrichtung aus Berlin. In einer im Auftrag des WWF angefertigten Studie kamen die Wissenschaftler*innen zu dem Schluss, dass die verbliebenen Berliner Steinkohlewerke „schon 2019 vom Netz gehen müssen, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens auf lokaler Ebene einzuhalten.“ Auch der Thinktank Climate Analytics nennt 2025 als spätestes Abschaltdatum für die letzten Kohlekraftwerke in Berlin.

Aller Kritik zum Trotz ist Berlins Kohleausstieg ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer emissionsarmen Gesellschaft.

Autoren: Janna, Robert (AK KLEE)

Good COP – Bad COP?

17. Oktober 2017

Die COP23 – Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer klimagerechten Gesellschaft!?

Zur Einstimmung auf die Podiumsdiskussion Good COP – Bad COP des BUND und der BUNDjugend am 24.10. um 19.00 im Rotbart in Neukölln

Flyer COP

 

Maximal 1,5°C Temperaturanstieg im globalen Mittel – das Ziel der internationalen Staatengemeinschaft hinsichtlich des Klimawandels steht seit Paris fest. Nur weiß keiner, wie wir dahin kommen sollen. Wird die 23. Klimakonferenz, die dieses Jahr in Deutschland stattfinden wird, Antworten liefern? Um sich ein Bild von der derzeitigen Situation zu machen, könnte man damit beginnen, die Lage in Deutschland kritisch zu reflektieren: Dieses Jahr wurde erstmals in der Geschichte weltweit mehr Produktionskapazität durch Solarenergie installiert als Kohle-, Atom- oder Gas. Zeitgleich musste jedoch unsere Umweltministerin vor wenigen Tagen eingestehen, dass Deutschland seine eigenen Klimaziele verfehlen wird, und zwar krachend und in weitaus größerem Maße, als es vor der Wahl schon absehbar war. Das Ziel, bis 2020 im Vergleich zu 1990 die Emissionen um 40% zu reduzieren, scheint gänzlich unerreichbar.

Nach neuesten Berechnungen des Bundesumweltministeriums sind lediglich 32,5% realistisch. Nun warf Hendricks der Kanzlerin sogar öffentlich vor, dem nationalen Klimaschutz „nur von der Seitenlinie aus zugesehen“ zu haben. Dabei betont Hendricks auf dem offiziellen Auftritt der COP23 noch: „Die globale Transformation hin zu einer treibhausgasneutralen Welt ist unumkehrbar“. Angesichts der oben genannten Zahlen fragt man sich, ob diese Prognose für die deutsche Regierung nicht zu gelten hat, oder ob sie andere Staaten zuerst in der Bringschuld sieht. Der Umbau der Energie- und Wärmeerzeugung in Deutschland ist in den letzten Jahren in jedem Fall deutlich ins Stocken geraten und wird dem Ruf der Vorreiterrolle Deutschlands nicht gerecht. Somit steht Deutschland selbst bei dieser COP nicht nur als technischer Gastgeber im Mittepunkt, sondern auch als möglicher Katalysator für die Diskussion, wie globale Gerechtigkeit im Sinne des Klimaschutzes auszusehen hat.
Für alle, die noch nicht wissen, was eigentlich auf dem Spiel steht haben wir die wichtigsten Fragen noch einmal aufgeworfen und versucht sie zu beantworten. Damit ihr wisst, ob ihr es mit einer Good COP oder einer Bad COP zu tun habt. Und wie ihr sie beeinflussen könnt….

 

Was ist die COP eigentlich? Warum findet die COP 23 in Deutschland statt?

Die „Conference of Parties“ (kurz: COP) erfüllt den Zweck der internationalen Koordination der Klimaschutzbemühungen aller Nationen, um einen Anstieg der globalen Mitteltemperatur auf ein zukunftsfähiges Niveau zu beschränken. Die COP23 in Bonn ist die 23. Auflage der globalen politischen Diskussion zur Verhinderung des fortschreitenden Klimawandels sowie zur Eindämmung dessen Folgen.
Der eigentliche Gastgeber der diesjährigen Klimakonferenz ist der Südseestaat Fidschi; Bonn ist lediglich der Austragungsort (Deutschland ist also „technischer Gastgeber“). Die Veranstaltung wird vom 6.11. bis zum 17.11. in Bonn stattfinden, wobei bis zu 25.000 Teilnehmer*innen erwartet werden.

 

Wir hatten doch schon 22! Warum schon wieder eine COP?

Ist doch alles schon beschlossen? Von wegen… Um das Positive vorweg zu nehmen: das Pariser Klimaabkommen stellt die erste
Willenserklärung aller Staaten dar, gemeinsam die globale Bedrohung durch einen Temperaturanstieg in der Atmosphäre von über 2°C zu verhindern. Im Dezember 2015 wurden auf der COP21 in Paris ein Durchbruch geschafft, indem sich 195 Staaten zumindest auf das 1,5°C. Ziel einigen konnten (Paris Agreement). Jeder Staat erkennt damit seine Verantwortung an, über die „nationally determined contributions“ (NDGs) zur Reduktion des Treibhausgasausstoßes beizutragen.
Allerdings wurde im Pariser Klimaabkommen nicht beschlossen, wer genau welche Maßnahmen zur Reduktion des Treibhausgasausstoßes zu treffen hat. Daher wird der Vertrag bezüglich der Unklarheiten bei einigen zentralen Problemen beim Schutz des Klimas kritisiert: Es gibt keine konsistente Dekarbonisierungsstrategie, keine Strategie zur Minderung der Emissionen, kein Finanzierungsplan. Die bei den Pariser Verhandlungen eingereichten nationalen CO 2 Reduktionsziele reichen global gerade aus, um einen Anstieg der globalen Mitteltemperatur auf 2,7°C zu drosseln. Das Problem dabei ist, dass das Klima keine Rücksicht auf verspätete Aktionen nehmen wird. Sind gewisse „tipping points“ erreicht, könnte sich das Aufhalten einer weiteren Erwärmung als unmögliche Aufgabe erweisen.

 

Was ist seit der COP in Paris passiert?

Der letztjährige Klimagipfel (Nr. 22) in Marrakesch hatte vor allem zum Ziel, Methoden und Standards für den Vergleich und die Bewertung der nationalen Klimaschutz-Versprechen zwischen den Staaten zu erarbeiten. Dabei wurden noch keine bahnbrechenden Ergebnisse erzielt. An dieses Thema wird bei der diesjährigen COP23 angeknüpft werden. Seit 2015 gab es hinsichtlich der Auswirkungen des Klimawandels (jährliche
Temperaturrekorde; Dürrekatastrophen am Horn von Afrika; Extremwetterereignisse wie die diesjährige Hurricane Saison) zahlreiche schlechte Nachrichten zu verarbeiten. Auch das politische Klima ist – auch durch den weltweit umgreifenden Populismus – in Bezug auf den Umweltschutz nicht besser geworden. Weite Teile der AfD leugnen den Klimawandel – ähnlich wie das enfant terrible Trump on den USA, wobei sich letzterer zu allem Überfluss zum Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen zu 2020 entschieden hat. Der aus seiner Sicht gegenüber dem jahrzehntelangen Top-Klimaverschmutzer USA “unfaire Deal” von Paris bietet ihm eine Rechtfertigung, die “America First” Politik auch im internationalen Umweltschutz weiter zu treiben. Für die COP23, bei der Klimagerechtigkeit im Vordergrund stehen soll, ist dies ein brisanter Diskussionspunkt! Die G20 Staaten, welche für etwa 75% der CO2 Emissionen verantwortlich sind, bekamen berechtigterweise in einer aktuellen Studie von Germanwatch ein vorwiegend schwaches bis desaströses Zeugnis bezüglich ihrer Klimapolitik ausgestellt.

 

Was soll diese COP bewirken?

Das Ziel der COP23 ist die Verhandlung über konkrete Maßnahmen, mit denen die bei der COP21 in Paris beschlossenen Ziele erreicht werden sollen. Die entsprechenden Maßnahmen sollen schließlich auf der COP24 in Polen beschlossen werden. Auf der COP23 ist daher weniger mit konkreten Ergebnissen als mit Diskussionen und Verhandlungen über Maßnahmenpakete zu rechnen. Thematisch ist die COP angelehnt an die Interessen des Gastgebers Fidschi: Im Fokus soll die Klimagerechtigkeit stehen – eines der großen Diskussionsthemen zwischen den größten CO 2 -Emittemten (wie den USA und Deutschland) und den unmittelbar Geschädigten des Klimawandels wie Fidschi. Außerdem sollen die Effekte des Klimawandels auf kleine Inselstaaten ein Kernthema sein.

 

Was hat der BUND auf der COP zu suchen?

Der BUND will mit seinem Engagement die Forderungen der Zivilgesellschaft auf der COP zum Ausdruck bringen und damit die Verhandlungen in Richtung eines funktionierenden und gerechten Klimaschutzplans beeinflussen. Eine Hauptziel des BUND Berlin ist das baldige Ende der Kohle als Energieträger und die Wärmewende hin zu erneuerbaren Energieträgern. Der Slogan „Kohle nur noch zum Grillen“
soll auch auf die COP getragen werden, um den Druck auf einen nationalen Ausstieg aus der Kohleabhängigkeit zu forcieren. Nur dadurch hat Deutschland die Chance, als Vorbild und verantwortungsbewusstes Mitglied im Kreise der einflussreichsten Wirtschaftsmächte die internationale Klimapolitik zu beeinflussen.

 

Was kann ich in Bonn beitragen? Wie kann ich mich engagieren?

Zivilgesellschaftliches Engagement ist in Bonn selbst auf unterschiedlichste Art und Weise möglich. Für den Falls dass ihr Interesse daran habt, euch bei einer der vielen NGOs zu engagieren oder euch einer Demonstration für den Klimaschutz anzuschließen, haben wir hier ein paar Möglichkeiten herausgesucht. Da Bonn zur COP sehr überlaufen sein wird, ist dies auch eine Chance euren Trip nach Bonn organisieren zu lassen und eine Unterkunft, Essen und sowie Orientierungshilfen zu bekommen.

  • BUND Workshop
    o Der Workshop ist für alle Interessierten offen und soll auf die Großdemos vorbereiten. Im Mittelpunkt des Campus´ stehen daher u.a. Workshops zu Aktionsformen und -organisation, Animation & Moderation. Außerdem gibt es auch politische Workshops, z.B. zum Thema Weltklimaverhandlungen.
    o Weitere Infos und die Anmeldung findet ihr hier:
    https://www.bund.net/service/termine/detail/event/aktionscampus-des- bund-zur- weltklimakonferenz/
  • Ende Gelände
    o Die Organisation Ende Gelände beschäftigt sich mit dem Ende des Kohleabbaus in Deutschland. Dank der Nähe Bonns zu Braunkohlerevieren bietet sich die Aktion im Rahmen der COP an, um auf die verfehlte Klimapolitik im “Klimawende”-Land Deutschland hinzuweisen. Auch gegen den Willen der Tagebaubetreiber.
    o Infos zur Aktion findet ihr hier: https://www.ende-gelaende.org/de/kohlegruben-mit-protest- fluten-statt- inseln-versenken/
  •  Demonstrationen: Es sind zwei Großdemonstrationen geplant:
    o Am 04.10. findet unter dem Motto „Klima schützen – Kohle stoppen“ eine Demo unter der Fahne von Germanwatch, BUND, WWF, Greenpeace, Oxfam, Brot für die Welt und Misereor statt.
    o Am 11.10. demonstriert das Bündnis „No Climate Change“, bestehend aus attac, den Grünen und den Linken sowie die „Großdemo am Weltklima-Aktionstag“

To be continued…. – Fragen zur internationalen Klimapolitik im Allgemeinen und zur COP23 im Speziellen gibt es sicher noch genug. Weiterlesen könnt ihr auf den Websites des BUND – oder ihr kommt zu unserer Podiumsdiskussion zum Thema „Good COP – Bad COP“
WO: Rotbart Rixdorf, Böhmische Straße 43, Berlin
WANN: 24.10.2017; 19:00-21:00

Weitere Informationen zur Veranstaltung: hier

Autoren: Janna Hoppe und Patrick Lutz (AK Klee)

Klimahauptstadt Berlin! Jetze, aber!

06. Oktober 2016
Kohle nur noch zum Grillen vor dem Roten Rathaus ... wir warten auf die Koalitionäre.

Kohle nur noch zum Grillen vor dem Roten Rathaus … wir warten auf die Koalitionäre.

Klimahauptstadt Berlin!
Mit einem echten Kohleausstieg und der raschen Umsetzung eines BEK_Plus bzw. der Enquete-Vorschläge (Neue Energie für Berlin) ist das unsere Vision für unsere Stadt.

…und Wunsch an den neuen Senat. Zusammen mit unseren Freunden von Kohleausstieg Berlin, Greenpeace Berlin, PowerShift e.V., Grüne Liga Berlin e.V. haben wir das SPD Berlin, DIE LINKE. Berlin und Bündnis 90/Die Grünen Berlin für ihre heutigen Koalitionsgespräche mit auf den Weg gegeben.

Wahlkampfgrillen – Wie halten es die Kandidaten für das Abgeordnetenhaus mit der Klimapolitik?

11. September 2016
Nach dem Sonnenuntergang im Mauerpark  debattieren die Kandidaten engagiert

Nach dem Sonnenuntergang im Mauerpark debattieren die Kandidaten engagiert.

Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus steht kurz bevor, aber Energie- und Klimapolitik spielten im Wahlkampf bisher nur eine Nebenrolle. Der BUND Arbeitskreis Klima und Erneuerbare Energien (AK KLEE) und die BUNDjugend wollten es dabei nicht bewenden lassen und luden am vergangenen Donnerstag die Kandidaten der im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien zu einer Diskussionsrunde ein. Unter dem Motto „Wahlkampfgrillen: Berlin auf dem Weg zur Klimahauptstadt?“ standen Vertreter von SPD, CDU, Grünen, Linken und Piraten dem Publikum im schönwetter* am Mauerpark Rede und Antwort. Daniel Buchholz (SPD), Stephan Lenz (CDU), Dr. Stefan Taschner (Bündnis 90/Die Grünen), Harald Wolf (Die Linke) und Simon Kowalewski (Piratenpartei) bezogen unter anderem Position zum Klimaschutzgesetz, zur Verkehrspolitik, zum Kohleausstieg sowie zum Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Lies den Rest des Artikels »

Wahlkampfgrillen: Berlin auf dem Weg zur Klimahauptstadt?

30. August 2016
WahlkampfgrillenBerliner Stadtwerk? Berlin-klimaneutral? Kohlekraftwerke? Erneuerbare Energien in der Hauptstadt? Klimaschutzplan? Energiesparprogramme? Tagebaue in Brandenburg? TTIP und CETA?… etc.
Berliner*innen am 18. September 2016 seid Ihr aufgerufen, ein neues Abgeordnetenhaus zu wählen. Um die klima- und energiepolitischen Argumente der großen Parteien auf Herz und Nieren zu prüfen, veranstalten wir in der heißen Wahlkampfphase ein “Wahlkampfgrillen”.
Bei uns habt Ihr die Chance, die Direktkandidaten zu den Themen Energie und Klima zu „grillen“, sie also persönlich zu ihren Plänen für die Stadt auszufragen und diese gemeinsam zu diskutieren.
Gebt euren Senf zur Zukunft der Berliner Klima- und Energiepolitik!

SUP Surf vs. Coal

05. Juli 2016

Bei der vom Bündnis Kohleausstieg Berlin organisierten “Coal and Boat” Demo sind wir mit Stand up paddle (SUP) Boards am Start und surfen auf der Spree gegen das Kohlekartell – SUP Surf vs. CoalSurf'n SUP vs. Coal.
“Wir wollen das nicht ausbaden” werden wir fordern und aktiv in die Bucht surfen… und vor dem Kraftwerk schöne Slogans in die Bucht zaubern: STO
P COAL – NOW! Lies den Rest des Artikels »

Ende Gelände: Die Kraftwerksbesetzung in der Lausitz – Augenzeugen berichten

21. Mai 2016

FOTO 2a Am Freitag, dem 13. Mai ging es los! Über 3.000 Demonstranten hatten sich während der letzten Tagen im Lausitz Camp versammelt. Punkt zwölf Uhr nahmen drei Gruppen, sogenannte „Finger“ der auf unterschiedlichen Routen Kurs auf den Braukohletagebau „Welzow Süd“.

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Stopp der Braunkohleförderung in der Lausitz!

12. Mai 2016

20603027246_c55f1bb700_zDas haben sich die Aktivisten im „Lausitz Camp“ und der Anti-Kohlekraft-Bewegung „Ende Gelände“ für das Pfingst-Wochenende vom 13. Bis 16. Mai vorgenommen. Ihre Forderung ist klar: Kohleausstieg jetzt!

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„COP 21 – Was hat’s gebracht?“ — Rückblick auf unsere Klima-Diskussion im „Laika“

24. Januar 2016

Der Berliner BUND Arbeitskreis Klima und Erneuerbare Energien und die BUNDjugend veranstalteten am vergangenen Dienstag den Diskussionsabend „COP 21 – Was hat’s gebracht“ in Neukölln. Die eingeladenen Experten und das Publikum diskutierten lebhaft über die Bedeutung des neuen internationalen Klimaabkommens, welches am 12.12.2015 von 195 Staaten in Paris beschlossen wurde. Das zentrale Ergebnis des Paris Abkommens ist die Begrenzung der Klimaerwärmung auf 1,5° Celsius.

COP21 (2)Nach den historischen Verhandlungen auf der UN-Klimakonferenz in Paris, stellt sich nun bei vielen die Frage, was folgt auf das neue Abkommen wirklich: Die Zeit der erneuerbaren Energien oder doch die Klimakatastrophe? Um die Bedeutung des Pariser Abkommens und dessen Wirkung für die globale Zukunft zu diskutieren, waren die Experten MdB Annalena Baerbock (Klimapolitische Sprecherin, Bündnis 90/Die Grünen), Tadzio Müller (Referent Klimagerechtigkeit und Energiedemokratie, Rosa Luxemburg Stiftung) und Ann-Kathrin Schneider (Leiterin Internationale Klimapolitik, BUND Deutschland) dazu angehalten, ihre Einschätzungen darzulegen. Lies den Rest des Artikels »